Westfalenwoche

playfair! - Premiere der neuen Jugendkampagne

v.l.Fabian Gieling, Franziska Vosskötter, Kathrin Kolkmann, Berit Isbruch, Michael Settertobulte, (vorne) Brigitte Hein, Nina Braun, Annika Koch, Nadine Brolöer, Julia Gres, Patricia-Marie Knuffmann. Nicht auf dem Bild: Charlotte Sudmann

v.l.Fabian Gieling, Franziska Vosskötter, Kathrin Kolkmann, Berit Isbruch, Michael Settertobulte, (vorne) Brigitte Hein, Nina Braun, Annika Koch, Nadine Brolöer, Julia Gres, Patricia-Marie Knuffmann. Nicht auf dem Bild: Charlotte Sudmann

Münster (PV). Zum ersten Mal fand während der Westfalen-Woche ein Workshop statt, bei dem Jugendliche das Thema „Fairer Sport“ unter die Lupe nahmen. Mit Unterstützung des Turnierfachmanns Michael Settertobulte machten sich zehn Jugendliche auf den Weg, Antworten auf die Frage „Was sind für uns die wichtigsten Merkmale für playfair?“ zu finden.

 

„Play Fair heißt für mich, dass ich einem Pferd nichts abverlange, dass es nicht leisten kann“, sagt zum Beispiel Berit Isbruch (Münster). Ein absolutes „No go“ ist es, sein Pony für Fehler zu strafen, die der Reiter gemacht hat. Aber auch der Ton macht die Musik. Unter playfair! wollten die Workshopteilnehmer ebenso den Umgang mit Eltern, Richtern, Helfern oder anderen Reitern verstanden wissen. Der Theorie folgte die Praxis und mit

dem selbst entwickelten Kriterienkatalog auf dem Klemmbrett wurde das Geschehen beim Geländeritt und Springen in der Ponyvielseitigkeits-Meisterschaft aufmerksam beobachtet. Wer ging fair mit seinem Pony um? Stieg nach dem Ritt ab, lockerte die Gurte und kümmerte sich gut um sein Pony?

Zwei Ponyreiterinnen machten besonders auf sich aufmerksam und fielen immer wieder durch kleine positive Verhaltensweisen auf - im Umgang mit dem Pony ebenso wie zum Beispiel mit den Eltern. Marie Füntmann (ZRFV „Lützow“ Selm-Bork-Olfen) und Kristina Weitkamp wurden dafür mit der erstmals vergebenen playfair-Auszeichnung geehrt.

 

Das Projekt hat damit aber erst seinen Anfang genommen. Künftig soll der playfair-Preis der Pferdesportjugend auf möglichst vielen Turnieren in Westfalen vergeben werden. „Das Pilotprojekt hat gezeigt, dass so ein Workshop sehr gut in den Turnierablauf integriert werden kann“, zieht Michael Settertobulte sein Fazit. Die jugendlichen Workshopteilnehmer bestätigten die Idee und hatten auch noch viel Spaß dabei. “Ich betrachte die Situation auf dem Abreiteplatz jetzt mit ganz anderen Augen und nehme Dinge wahr, die ich vorher gar nicht gesehen habe“, sagt Nadine Brolöer (Appelhülsen). Nicht weniger wichtig: die Workshopteilnehmern reflektieren das Gesehene auch auf das eigene Reiten. „Ich werde ganz bestimmt künftig nicht mehr bequem vom Pferderücken aus eine Prüfung ansehen“, gehörte zu den selbstgewählten Regeln, die sich jeder selbst geben kann.

 

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